Weiterhin erhöhte Waldbrandgefahr in Unterfranken: Regierung ordnet vorsorgliche Luftbeobachtung an
Aufgrund der sich seit Ende August in Unterfrankens einstellenden relativen Trockenheit und vor allem wegen der immer noch sommerlichen Tagestemperaturen von über 25 Grad bei einer Sonnenscheindauer von gut acht Stunden täglich ordnet die Regierung von Unterfranken im Einvernehmen mit dem regionalen Waldbrandbeauftragten der Bayerischen Forstverwaltung für das kommende Wochenende am Samstag, 10. September 2016, und Sonntag, 11. September 2016, die Luftbeobachtung als Maßnahme der vorbeugenden Waldbrandbekämpfung für den gesamten Regierungsbezirk an.
In Unterfranken besteht nach aktueller Lageeinschätzung weiterhin eine hohe Waldbrandge-fahr. Im Großteil von Unterfranken besteht auch noch eine hohe Gefahr nach dem Graslandfeuerindex (GLFI), d.h. eine hohe Feuergefährdung von offenem, nicht abgeschattetem Gelände mit abgestorbener Wildgrasauflage ohne grünen Unterwuchs.
Die vorbeugende Luftbeobachtung findet dabei in den Nachmittagsstunden zu den höchsten Gefährdungszeiten statt. Die Befliegung mittels ausgebildeter Luftbeobachter erfolgt in Unterfranken auf zwei Routen. Die Beobachtungsflugzeuge starten bei der so genannten Westroute von den Flugplätzen Mainbullau und Hettstadt. Bei der so genannten Ostroute werden die Flugplätze Bad Neustadt a. d. Saale und Haßfurt genutzt. Im Rahmen der Luftbeobachtung achten die Luftbeobachter auch auf Auffälligkeiten in Sachen Borkenkäferbefall. Die Verkehrsbeobachtung zum Ende der Sommerferien bildet einen zweiten Einsatzschwerpunkt für alle Luftbeobachter.
Auf Grund des sommerlichen Wetters und der andauernden Sommerferien ist mit einer erhöhten Zahl von Ausflüglern in der Natur zu rechnen. Die Bevölkerung wird dringend gebeten, in Waldgebieten äußerste Vorsicht walten zu lassen und keinesfalls mit offenem Feuer zu hantieren oder zu rauchen.
Die Regierung von Unterfranken trägt die tatsächlichen Einsatzkosten für Einsätze der Luftbe-obachtung im Katastrophenschutz aus Mitteln des Katastrophenschutzfonds; die Luftrettungs-staffel Bayern stellt die ehrenamtlichen Piloten.